Kindersoldaten Red Hand Day

Kinder sind keine Soldaten

Schätzungsweise 250.000 Kindersoldaten gibt es weltweit. Die Dunkelziffer ist vielfach höher. Der Einsatz von Kindern in bewaffneten Konflikten ist ein schwerer Verstoß gegen die Kinder- und Menschenrechte. Für mich ist das unerträglich. Lasst uns dagegen protestieren!  

Aktion Rote Hand

Der 12. Februar ist “Red Hand Day”. An diesem Tag protestieren Organisationen weltweit gegen den Einsatz von Kindersoldaten. Die rote Hand ist zum Symbol geworden, die “NEIN” sagt zur Rekrutierung und Einsatz von Kindersoldaten. Kirchen, Kinderschutzorganisationen und Verbände vereinen sich hinter dieser roten Hand und fordern mehr Schutz von Kindern und Jugendlichen im Krieg ein. Lasst uns gemeinsam zeigen: Kinder sind keine Soldaten!

Protest gegen Einsatz von Kindersoldaten - SPD-Bundestagskandidaten protestieren - Lars Klingbeil, Kai Koeser
Die SPD im Landkreis Stade und Rotenburg: Wir machen uns stark gegen den Einsatz von Kindersoldaten.

Die Kindheit wird ihnen geraubt

Kinder gehören in allen bewaffneten Konflikten zu den ersten Opfern. Werden sie jedoch als Soldaten missbraucht, erfahren sie außerordentliche Grausamkeiten. Diesen Kindern wird ihre Kindheit unwiederbringlich geraubt. Besonders betroffen sind Mädchen, die nicht nur zum Einsatz in Armeen oder bewaffneten Gruppen gezwungen werden, sondern auch vielfach Opfer sexualisierter Gewalt werden. Diese Kinder erleiden schwere Traumata. Sie leiden ihr ganzes Leben unter den körperlichen und seelischen Folgen. Ihnen werden alle Perspektiven geraubt. Dies betrifft auch Kinder, die in Deutschland als Geflüchtete Leben. Sie brauchen besondere Hilfe. 

Aus der Geschichte lernen

Auch in Deutschland gab es Kinder und Jugendliche, die als Kindersoldaten missbraucht wurden. Viele kennen die Geschichten, die uns unsere Großeltern dazu erzählt haben. Gegen Ende des 2. Weltkrieges wurden Kinder und Jugendliche in völlig sinnlose Gefechte geschickt. Sie starben bei der Wehrmacht, im Volkssturm oder als Flakhelfer.

Meine Großmutter verlor so in den letzten Kriegstagen ihren jüngsten Bruder. Die Überlebenden aber sind zum Teil noch unter uns und tragen die Wunden dieser Zeit mit sich. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge betreut nach eigenen Angaben über 40.000 Gräber von Minderjährigen. Die Grausamkeit dieser Zahl lässt einen erschüttern. Ich möchte – auch wegen unserer Vergangenheit – dafür arbeiten, dass wir irgendwann eine Zukunft ohne Kindersoldaten erleben.

Das große Versprechen

In den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen ist festgelegt, dass es bis 2025 keine Kindersoldaten mehr geben soll. Dies ist ein verbindliches Ziel für alle Staaten der Welt. Von dieser Zukunft sind wir aber noch weit entfernt. Es reicht nicht aus, Gesetze und Vereinbarungen zu verabschieden. Wir müssen diese auch durchsetzen, damit Kinder besser vor Konflikten und Kriegen geschützt werden und unbeschwert aufwachsen können. Für diese Forderung stehen unsere roten Hände.  

Foto: Anas alhajj – Yemen – stock.adobe.com

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Kai Koeser

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